Eisbären

Tabellenführer! Eisbären setzen dickes Ausrufezeichen für Playoffs

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Die Eisbären Heilbronn stehen wieder an der Tabellenspitze der Regionalliga Südwest. Mit einem in dieser Höhe nicht erwarteten 9:1 (4:0, 2:1, 3:0)-Sieg gegen den bisherigen Spitzenreiter Zweibrücken Hornets brachte sich der Tabellenführer einen Spieltag vor dem Ende der Hauptrunde in eine hervorragende Ausgangsposition für die Anfang März beginnenden Playoffs.

Bevor die Partie begann, überreichten die beiden Organisatoren der Spendenaktion „Noah – unser Kampf zurück ins Leben“, Kerstin Plume und Ralf Scherlinzky, Noahs Vater Tom Malicki einen symbolischen Scheck in einer Höhe, die man bis zuletzt als Geheimnis gehütet hatte. Stolze 48.100 Euro hat die Spendenaktion der Eisbären inzwischen eingebracht – über 15.000 Euro mehr als nach dem Benefizspiel am 3.2. verkündet worden war und doppelt so viel wie bei der letztjährigen Spendenaktion für Joel Ullrich. Da noch immer täglich Spenden auf dem Konto eingehen, sind auch diese 48.100 Euro eine Momentaufnahme, und man ist gespannt, welcher Betrag dann irgendwann zu Buche stehen wird, wenn die letzte Spende eingegangen ist.

Auch die Zweibrücken Hornets leisteten ihren Beitrag zum Erfolg der Aktion. Kapitän Maximilian Dörr übergab auf dem Eis einen Umschlag mit einer Spende der Mannschaft an Tom Malicki. Toll von euch, liebe Hornets – vielen Dank dafür!

Doch nun zum Spiel…

Die Eisbären erhielten gegenüber dem Samstagsspiel Verstärkung durch Claudio Schreyer, Marc Oppenländer und Alex Keterling, so dass sich die personelle Lage etwas entspannte. Dagegen fand sich der Gegner aus der Pfalz in genau der Situation wieder, die die Eisbären am Vortag in Hügelsheim bewältigen mussten: Die Hornets waren nur mit zwei Torhütern und zehn Feldspielern angereist.

Die 523 Zuschauer sahen ein Eisbären-Team, das genau dort weitermachte, wo es knapp 24 Stunden zuvor aufgehört hatte. Von Müdigkeit war weit und breit nichts zu sehen. Vielmehr trumpfte der Titelverteidiger von Beginn an meisterlich auf, und Sven Breiter sorgte nach zwei Minuten für das 1:0. Die wohl spielentscheidende Szene spielte sich dann bereits nach fünf Minuten ab. Die Gäste aus der Pfalz konterten die Eisbären bei eigener Unterzahl aus und passten vor dem Tor nochmal quer, doch Eisbären-Goalie Markus Nachtmann fischte den Schuss des perfekt postierten Frederic Hellmann noch irgendwie heraus. Beim direkten Gegenzug gelang Daniel Steinke in Überzahl das 2:0 (6.).

In der 7. Minute rettete Nachtmann erneut gegen Hellmann sowie im Nachschuss gegen Tom Tracy und sendete damit sowohl ein Signal an seine Vorderleute, dass sie sich auf ihn verlassen können, als auch an den Gegner, dass er an diesem Abend nicht einfach zu bezwingen sein würde. Während er noch weitere gute Chancen der Gäste zunichte machte, erwiesen sich seine Vorderleute als präzise Scharfschützen. Daniel Brendle (12.) und Igor Filobok (15.) sorgten mit zwei weiteren Überzahl-Treffern für den 4:0-Pausenstand.

Auch im mittleren Spielabschnitt gingen die Eisbären sehr konzentriert zu Werke. Jannick Bätzold erzielte in der 30. Minute, gerade von der Strafbank kommend, mit seinem ersten Saisontor das 5:0, dem Manuel Pfenning eineinhalb Minuten später das 6:0 folgen ließ. Hornets-Goalie Marcel Kappes ärgerte sich „in Wort und Tat“ so sehr über die Gegentreffer, dass er mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe in die Kabine geschickt werden musste. Bezeichnend für den Verlauf der Partie war dann, dass Zweibrücken ausgerechnet während dieser fünfminütigen Unterzahl durch Tom Tracy zum Anschlusstreffer kam (32.)

Auch im Schlussdrittel ließen die Hausherren nicht nach, hatten sie doch das letztjährige Finale gegen die Hornets im Hinterkopf, als man im Schlussdrittel eine sicher geglaubte 8:4-Führung noch aus der Hand gegeben hatte und sich erst in der Verlängerung einen wilden 9:8-Sieg holen konnte. Doch ein mögliches Aufbäumen der Gäste wurde gleich im Keim erstickt, als Sven Breiter nach etwas mehr als einer Minute das 7:1 erzielte. Marc Oppenländer (50.) und Daniel Brendle (54.) legten noch zwei weitere Treffer zum 9:1-Endstand nach.

„Wir haben an diesem Wochenende etwas geschafft, was uns nach der Januar-Krise kaum mehr einer zugetraut hatte“, sagte Trainer Sascha Bernhardt nach der Partie. „Heute haben wir ein Ausrufezeichen für die Playoffs gesetzt!“

Die Eisbären benötigen nun aus dem letzten Hauptrunden-Spiel am kommenden Sonntag (18 Uhr) zuhause gegen Stuttgart noch einen Punkt, um sicher als das top platzierte Team in die Playoffs zu gehen. In den Playoffs wird es dann entweder gegen Eppelheim oder Hügelsheim gehen.