Eisbären

Topfit und ausgeruht ins erste Spiel nach Bietigheim

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Topfit und ausgeruht, jedoch mit dezimiertem Kader starten die Eisbären Heilbronn am Samstag (19 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim Lokalrivalen Bietigheim Steelers Amateure in die neue Saison. Wir haben uns am Rande des Dienstag-Trainings mit dem Trainerduo Sascha Bernhardt und Manuel Pfenning über den Saisonstart unterhalten.

Ihr bereitet euch jetzt seit Juli mit Athletik-Training und seit Ende August auf dem Eis auf die Saison vor, doch jetzt wird es endlich ernst. Ist das Team bereit für die schwere Aufgabe in Bietigheim?

Sascha Bernhardt: Natürlich, das Team ist heiß darauf, nach über zehn Wochen Training endlich in die Saison zu starten. Wir sind so fit wie noch nie, und ein paar Spieler erkennt man unter der Ausrüstung kaum wieder, so sehr haben sie über den Sommer ihre Fitness trainiert. Am Samstag gehen wir deshalb topfit und ausgeruht auf das Eis – wobei wir lieber mit der Spielpraxis aus dem ausgefallenen Freiburg-Spiel nach Bietigheim gefahren wären.

Manuel Pfenning: Der Ausstieg von Freiburg und der damit verbundene Spielausfall hat uns unsere ganze Vorbereitungs-Planung durcheinander gebracht. Nach dem Teambuilding-Wochenende mit den beiden Spielen in Amberg und Hassfurt wollten wir nochmal ein Wochenende Pause einlegen und dann angreifen. Daraus sind jetzt leider zwei Wochenenden geworden. Aber wir nehmen es, wie es kommt.

Nehmen, wie es kommt, ist ein gutes Stichwort. Ihr müsst in den ersten drei Spielen auf Felix Kollmar und Benjamin Brozicek verzichten, die beide wegen Matchstrafen gesperrt sind. Könnt ihr die Ausfälle kompensieren?

Manuel Pfenning: Das sind natürlich zwei sehr erfahrene Spieler, die uns fehlen. Bei Felix Kollmar war das ja schon seit dem Finale in Zweibrücken klar, aber die Sperre von Benjamin Brozicek aus dem Testspiel in Hassfurt ärgert uns maßlos, denn in einer solchen Szene muss man keine Matchstrafe aussprechen. Das hatte sogar auch unser Hassfurter Trainerkollege gesagt.

Sascha Bernhardt: Leider werden uns am Samstag nicht nur Felix und Broze fehlen. Wir müssen noch auf weitere Spieler verzichten, die zum Teil arbeiten müssen, zum Teil aber auch verletzt oder krank sind. Aber besser, wir haben diese Ausfälle jetzt am Anfang der Saison als wenn es in Richtung Playoffs geht.

Wenn am Samstag einige Leute fehlen, wäre das doch eine gute Gelegenheit, um gleich ein paar Junioren vom Kooperationspartner HEC mitzunehmen.

Sascha Bernhardt: Das hätten wir mit Sicherheit gemacht, aber der HEC hat am Samstag selbst ein Spiel in der DNL2 und braucht seine besten Spieler dort. Aber die Jungs trainieren regelmäßig bei uns mit, sind absolut lernwillig und könnten teilweise auch schon der Regionalliga gut mitspielen.

Wie läuft es mit den Neuzugängen? Haben sie sich gut integriert?

Manuel Pfenning: Ja, absolut. Die Jungs sind seit dem Sommer in jedem Training dabei und ziehen bei allem voll mit. Marc Oppenländer als Rückkehrer ist fitter denn je, und auch Daniel Steinke und Moritz Hauß sind gut drauf. Bei den Goalies ist es schwierig, da wir auf dieser Position ja fünf Mann haben. Hier ist Kevin Yeingst aber unsere klare Nummer eins, und das wissen auch alle.

Zweibrücken, Eppelheim, Hügelsheim, Stuttgart – fast alle generischen Mannschaften haben sich mit namhaften Neuzugängen verstärkt, während der Kader bei den Eisbären fast gleich geblieben ist. Welche Chancen rechnet ihr euch für diese Saison aus?

Sascha Bernhardt: Die Liga wird dieses Jahr so stark sein wie noch nie, zumal auch Eppelheim zu den Spitzenteams aufrücken wird. Unser Vorteil ist, dass wir seit Jahren ein eingespieltes Team haben, das schon mehrfach bewiesen hat, dass es das Siegergen hat und die Meisterschaft gewinnen kann. Alle haben unsere Spielweise schon lange verinnerlicht, jeder kennt die Laufwege des anderen.

Manuel Pfenning: Bei der Aufzählung unserer Neuzugänge fehlt mir eigentlich immer der Name Milan Liebsch. Er ist zwar kein echter Neuzugang, konnte aber berufsbedingt in der letzten Saison nur dreimal für uns spielen. Er wird dieses Jahr wieder voll dabei sein und bringt mit seiner Geschwindigkeit und seinem Einsatz nochmal zusätzliche Qualität ins Team.

Also ist die Titelverteidigung das Ziel?

Sascha Bernhardt: Wir bräuchten nicht Eishockey zu spielen, wenn die Meisterschaft nicht das persönliche Ziel von jedem Einzelnen im Team wäre. Aber es gibt noch sieben andere Mannschaften mit jeweils um die 20 Spieler, die auch alle dieses persönliche Ziel haben. Deshalb, und weil die Liga qualitativ eben weiter zusammenrückt und jeder jeden schlagen kann, werden wir mit Sicherheit nicht her gehen und schon vor dem ersten Spiel den Meistertitel als Ziel ausrufen.

Manuel Pfenning: Unser primäres Ziel ist das Erreichen der Playoffs. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn wir dieses Ziel erreicht haben, dann können wir Schritt für Schritt weiter schauen, wie weit der Weg uns führt. Klar wäre es für mich ein schöner Abschluss, wenn ich sagen könnte, dass ich in meinen fünf Jahren bei den Eisbären fünfmal Meister geworden bin.

Ist es richtig, dass die Eisbären mit einem neuen Kapitän in die Saison gehen?

Manuel Pfenning: Ja, das stimmt. Stefan Schrimpf ist unser neuer Kapitän. Benjamin Brozicek, Patrick Luschenz und ich sind seine Assistenten.