Eisbären

Überzeugender 7:2-Sieg in Schwenningen – die Eisbären erobern Platz 2

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Mit einem überzeugenden 7:2 (1:0, 3:1, 3:1)-Sieg bei den Fire Wings Schwenningen haben die Eisbären Heilbronn den zweiten Platz der Regionalliga Südwest erobert. Gleichzeitig gelang dem Team von Trainer Kai Sellers eine eindrucksvolle Revanche für die in der Vorsaison erlittenen Niederlagen gegen die Fire Wings.

Die Vorzeichen für diese Begegnung waren vor Spielbeginn nicht mal allzu rosig, musste das Team doch auf einige Stammspieler verzichten. So fehlten Sascha Bernhardt (verletzt), Hansi Becker, Marian Metz (beide Urlaub), John Kraiss, Alex Weiß (beide beruflich verhindert) sowie Mischa Zeller, Dominic Bauhardt und Chris Baumann. Doch hier zahlte sich der große Kader wieder aus, denn die Eisbären konnten trotzdem mit drei Angriffs- und drei Abwehrreihen antreten. Im Tor stand wieder Max Dürr, der wie immer sehr viel Ruhe auf seine Vorderlete ausstrahlte und dem Gegner mit klasse Paraden das Leben schwer machte.

Es gelang den Eisbären von Anfang an, die Schwenninger Paradereihe um die Topscorer Matthias Vater und Karsten Schulz in Schach zu halten. Oft wurden die Angriffsbemühungen der Gastgeber schon in der neutralen Zone unterbunden – und meist wurde mit einem schnellen Pass sofort auf Angriff umgeschaltet. So auch in der 5. Spielminute, als Heiko Vogler und Arno Metz Robin Platz auf die Reise ins Schwenninger Drittel schickten. Der 20-Jährige (Foto) fackelte nicht lange, zog kurz nach der blauen Linie ab und konnte sein erstes Tor für die Eisbären zum 0:1 bejubeln. Die Folgezeit war dann geprägt von Strafzeiten, die erstmal nur gegen die Eisbären ausgesprochen wurden. In regelmäßigen Abständen wanderten zweimal Patrick Mundanjohl, Marc Oppenländer und Michael Filobok auf die Strafbank, so dass man im Lager der Gäste froh war, als das erste Drittel zuende war.

In den zweiten 20 Minuten sahen die wenigen Zuschauer das gleiche Bild. Besonnen agierende Eisbären, die die umständlich spielenden Gastgeber kaum einen Angriff abschließen ließen, und die sich auf der anderen Seite immer mehr Torchancen heraus arbeiteten. Der nächste Treffer gelang jedoch den Schwenningern, die in der 29. Minute durch Christopher Kohn einen schnellen Konter zum 1:1 abschlossen. Hätte dieses Tor in den ersten Partien der Saison noch für Unsicherheit in Reihen der Eisbären gesorgt, so sorgte es diesmal für ein „Jetzt erst recht“. Nur drei Minuten später brachte Milan Liebsch mit einem trockenen Schuss in Überzahl sein Team erneut mit 1:2 in Front. Der Knoten war nun auch in der Offensive geplatzt, denn Arno Metz (36.) und abermals der stets brandgefährliche Milan Liebsch (38.) sorgten für eine sicherer 1:4-Pausenführung.

„Nicht nachlassen“, lautete die Devise, die Coach Sellers seinen Mannen mit auf den Weg ins letzte Drittel gab. Genau dies taten sie dann auch gleich in Person von Milan Liebsch, der zum Ende einer Eisbären-Unterzahl so hartnäckig den Spielaufbau der Schwenninger in deren eigenem Drittel störte, dass er kurz nach Ablauf der Strafe tatsächlich auch noch die Scheibe eroberte. Seinen millimetergenauen Pass versenkte Felix Kollmar in der 42. Minute zum 1:5. Die Eisbären hatten nun richtig Spaß am Eishockeyspielen, während das erwartete Aufbäumen der Fire Wings aus blieb. So konnten Marc Oppenländer (46.) und Robin Platz (52.) die Führung auf 1:7 ausbauen, ehe Karsten Schulz mit seinem Tor zum 2:7-Endstand noch etwas Ergebniskosmetik betrieb (58.).

Kai Sellers platzte nach dem Spiel fast vor Stolz auf sein Team: „Wir haben heute fast alles richtig gemacht, haben 60 Minuten lang geackert und haben richtig gutes Eishockey gespielt.“

Mit diesem fünften Sieg in Folge sind die Eisbären nun endgültig auch spielerisch in der Saison 2011/12 angekommen. Aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Schwenningen steht nun Platz 2 in der Tabelle zu Buche, drei Punkte hinter dem bislang noch ungeschlagenen EHC Freiburg. Und genau diese Freiburger gastieren am kommenden Freitag um 20 Uhr in der Eishalle am Europaplatz bei den Eisbären. Schon vor dem heutigen Sieg in Schwenningen haben die Eisbären diese Partie gegen den Tabellenführer als das „Spiel des Jahres “ deklariert. Werden die Eisbären das erste Team sein, das den scheinbar unbesiegbaren Freiburgern ein Schnippchen schlägt? „Wir wollen Freiburg in jedem Fall gewaltig ärgern, zumal wir uns beim 1:8 im Hinspiel unter Wert verkauft haben“, schickt Sellers eine Kampfansage in Richtung Breisgau.

Tore:
0:1 (5.) Platz (A.Metz/Vogler)
1:1 (29.) Kohn (Schäfer/Soppa)
1:2 (32.) Liebsch (Vogler) +1
1:3 (36.) A.Metz (Gagnon)
1:4 (38.) Liebsch (Luschenz/Platz)
1:5 (42.) Kollmar (Liebsch/Vogler)
1:6 (46.) Oppenländer (Keterling/Brozicek)
1:7 (52.) Platz (Keterling/Vogler)
2:7 (58.) Schulz (Vater/Soppa) +1

Strafen:
Schwenningen 12 Minuten
Heilbronn 20 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Brendle