Eisbären

Überzeugendes 8:0 – die Siegesserie geht weiter

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Es macht derzeit einfach Spaß, den Eisbären Heilbronn beim Eishockey zuzuschauen. Gleich mit 8:0 (3:0, 3:0, 2:0) wurden die Rhein Neckar Stars überrollt. Ein Ergebnis, das den Spielverlauf widerspiegelt.

"Gut gemacht, Axel!" - Erich Singaitis gratuliert dem zweifachen Torschützen Axel Hackert.

Erste Minute, erstes Tor. Nach einem Zuckerpass von Stefan Schrimpf läuft Manuel Weibler allein auf das Gästetor zu und lässt Dominik Wich im Sterne-Tor keine Chance. Und auch in der Folgezeit dominieren unsere Polartiere. In Minute 4 scheitert Haiko Hirsch nach starkem Save von Wich, zwei Minuten später steht Axel Hackert nur der Pfosten im Weg. Und eben dieses Torgestänge sorgt in Minute 11 für die Schlüsselszene des Spiels. Die Rhein Neckar Stars starten einen durchdachten Spielzug, Marian Metz im Eisbären-Tor scheint geschlagen – Lukas Sawicki schafft es, aus zirka 50 Zentimetern Entfernung, statt des leeren Tores den Pfosten zu treffen. Der Abpraller landet bei Marc Bruns, der es seinem Mannschaftskollegen gleichtut. Mit dem Unterschied, dass dieser zweite Pfostenschuss zum Konter für die Eisbären wird. Milan Liebsch vollendet zum 2:0 – ohne Torpfosten. Es sollte sich als Nackenschlag für die Gäste herausstellen. In Minute 19 verwandelt Dominique Hensel einen weiteren Konter zum 3:0-Pausenstand. Überhaupt: Die Stars hatten keine Antwort auf das schnelle Umschalten der Eisbären, die die Defensive der Gäste förmlich überrannten.

Auch der zweite Spielabschnitt bot dasselbe Bild. Nachdem Benjamin Brozicek durch einen Monster-Save von Dominik Wich in Minute 22 am Torjubel gehindert wurde, schlugen die Eisbären Mitte des 2. Drittels gleich dreifach zu. Einen schönen Sololauf von Dominique Hensel samt klugem Pass wusste Sascha Bernhardt zum 4:0 zu verwerten (28.). Die Stadionuhr hatte kaum Zeit, sich einmal zu drehen, da umkurvte Axel Hackert gekonnt einen Gäste-Verteidiger und vollendete zum 5:0. Nur zwei Minuten später machte Alex Keterling das halbe Dutzend voll. Der Rest des Drittels war von permanentem Eisbären-Druck geprägt, was unter anderem ein Lattenschuss von Milan Liebsch (37.) belegt.

Das letzte Drittel sollte Eisbären-Torwart Marian Metz den verdienten Shut-Out bringen (abgesehen von der angesprochenen Doppelpfosten-Chance der Stars, die nun wirklich Glück für die Eisbären war). Robin Platz zog in Minute 52 trocken in den linken Winkel ab. Axel Hackert zeigte in der 54. noch ein weiteres schönes Solo, und besorgte den Endstand.

Gäste-Coach Volker Laub redete nach der Sirene nicht lange um den heißen Brei rum: „Bei den Eisbären gibt es 15 bis 18 Spieler, die Eishockey verstehen, ich habe deren fünf“. Nun ja. Eisbären-Coach Kai Sellers lobte derweil in bester Ernst-Happel-Manier seinen Torwart: „Endlich hat er mal gegen die Stars keinen Patzer gezeigt“. Natürlich sind beide Trainer-Aussagen mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ernst wird Sellers jedoch, wenn es um die Struktur der Mannschaft geht. „Dass auch die 3. und 4. Reihe bei uns absolut konkurrenzfähig ist, macht mir sehr viel Mut. Ich bin überzeugt, dass unser Team auch in Zukunft weiter Dampf macht.“ Zum Beispiel am nächsten Samstag in Hügelsheim. Oder beim nächsten Heimspiel am Sonntag, 28. Oktober (19 Uhr, Kolbenschmidt-Arena) gegen Zweibrücken. Das Zuschauen macht bei den Eisbären derzeit Spaß.

(Klaus Drienko)