Eisbären

Unglückliche 3:4-Niederlage im Penaltyschießen

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Mit 3:4 (1:0, 1:2, 1:1 – 0:1) nach Penaltyschießen haben die Eisbären Heilbronn ihr Heimspiel gegen die Stuttgart Rebels verloren – eine unnötige Niederlage, die bei den Eisbären die Einsicht geweckt hat, dass man das Saisonziel Meisterschaft zumindest beim aktuellen Leistungsstand des Teams zu hoch gesteckt hat.

Die Gäste, die auf einige Grippe kranke Spieler verzichten mussten, zeigten gleich von Anfang an, dass sie nicht gewillt waren den Eisbären die Punkte freiwillig zu überlassen. Nach einem ersten gegenseitigen Abtasten hatte Tim Becker in der 5. Minute im Alleingang die große Chance zum 0:1, er wurde jedoch kurz vor dem Abschluss von Arno Metz von den Beinen geholt – die logische Konsequenz: ein Penaltyschuss für Stuttgart, den Eisbären-Keeper Marian Metz aber parieren konnte. Zwei Minuten schpäter scheiterte erneut Tim Becker am Pfosten. Besser machte es in der 10. Minute Michael Filobok, als er einen mustergültigen Pass von Milan Liebsch zum 1:0 verwandelte. Fünf Minuten später hatte John Kraiss das 2:0 auf dem Schläger, er scheiterte aber genauso wie Becker mit einem an ihm selbst verursachten Penaltyschuss.

In der Folgezeit sahen die 584 Zuschauer zwei bemühte Teams, von denen aber keines entscheidende Akzente setzen konnte – zumal mit Marian Metz und Dusan Strharsky zwei überragende Goalies die beiden Kästen hüteten. In der 30. Minute gab es dann aber wieder Grund zum Jubeln für die Eisbären, als Heiko Vogler in Unterzahl auf 2:0 erhöhte. Der Jubel war noch nicht verstummt, da gelang Dominik Schmitt nur 35 Sekunden später der Anschlusstreffer zum 2:1. Die Gäste waren nun das klar bessere Team und kamen drei Minuten vor der zweiten Pause abermals durch Schmitt zum 2:2-Ausgleich.

Das Schlussdrittel lässt sich auf die letzten drei Minuten reduzieren, die an Spannung kaum zu überbieten waren. In der 58. Minute traf Daniel Pfeiffer zum 2:3 für Stuttgart, was gleichzeitig der späte Weckruf für die Eisbären war. Denn plötzlich besannen sie sich auf ihre spielerischen Fähigkeiten, die sie vorher über weite Phasen hatten vermissen lassen. Schon eine halbe Minute später bugsierte Michael Filobok die Scheibe zum vermeintlichen 3:3 über die Linie. Das viel umjubelte Tor fand jedoch keine Anerkennung, da Filobok laut Entscheidung des Schiedsrichters in dieser Szene im Torraum stand. Trotz dieses Rückschlags drängten die Eisbären weiter auf den Ausgleich, den Paul Gagnon mit seinem ersten Tor für die Eisbären 1:44 vor dem Ende tatsächlich doch noch erzwang. Im nun folgenden Penaltyschießen hatten die Rebels das glücklichere Ende. Während für die Eisbären nur Milan Liebsch traf, waren auf der anderen Seite erst Adrian Kolar und dann Marco Ludwig erfolgreich, so dass Stuttgart zwei Punkte mit nach Hause nehmen konnte.

Eisbären-Coach Kai Sellers kritisierte sein Team nach dem Spiel ungewöhnlich scharf: „Ich bin mit der Leistung heute überhaupt nicht einverstanden. Das Team hat über weite Strecken keinen Charakter gezeigt und wir können froh sein, am Ende noch einen Punkt gewonnen zu haben.“

Als nächstes steht nun am kommenden Samstag das Auswärtsspiel beim Aufsteiger Baden Rhinos Hügelsheim an.