Eisbären

Wirbelnde Eisbären gewinnen trotz Schusspech 8:3

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Einen wahren Angriffswirbel bekamen die 533 Zuschauer geboten, die am Freitag abend dem Spiel der Eisbären Heilbronn gegen die Mad Dogs Mannheim beiwohnten. Der Tabellenführer aus Heilbronn bezwang dabei das Schlusslicht aus Mannheim mit 8:3 (4:2, 2:1, 2:0) Toren.

Der Angriffswirbel begann gleich in den Anfangsminuten, als sich die Gäste binnen sieben Minuten drei Strafzeiten erlaubten. Hatten sie das erste Unterzahlspiel noch heil überstanden, so läutete die zweite Strafe den Siegeszug der Eisbären ein. Marc Lingenfelser hatte gerade seine Strafe abgesessen und war auf dem Weg zurück ins Spielgeschehen, als Konrad Hoffmann bei einem Hackert-Querpass die Scheibe zum 1:0 eintippte (5. Minute – Bild). Strafe Nummer drei folgte auf dem Fuße – und diesmal netzte Hackert gleich selbst zum 2:0 ein (9.).

Doch obwohl sich das Spielgeschehen fast ausnahmslos im Spieldrittel der Mad Dogs abspielte, kamen die Gäste zum einen oder anderen Entlastungsangriff. Einer dieser Angriffe endete in der 11. Minute an der Querlatte des von Anton Lukin gehüteten Tores. Ein weiterer brachte in der 15. Minte den Anschlusstreffer durch Maximilian Dörr.

Nach diesem 2:1 begann die große Gala der zweiten Eisbären-Reihe mit Milan Liebsch, Leo Kreps und Sven Breiter, die alle drei jeweils sechs Scorerpunkte sammeln konnten. In der 19. Minute machten Kreps und Breiter innerhalb von nur sechs Sekunden die Tore zum 3:1 und 4:1, ehe abermals Dörr 27 Sekunden vor der Pause auf 4:2 verkürzte. Weiter ging es mit dem 5:2 durch Kreps in der 22. und dem 6:2 durch Liebsch in der 29. Minute, gefolgt vom 6:3 durch Marc Lingenfelser (30.).

Auch im Schlussdrittel setzte die zweite Reihe die Akzente, und Milan Liebsch stellte mit zwei weiteren Toren (45. und 60.). das 8:3-Endergebis her.

8:3 – dieses Ergebnis klingt zwar nach einem klaren Sieg, jedoch spiegelt es die Überlegenheit der Eisbären bei einem Schussverhältnis von 57:17 nur ansatzweise wider. Ein überragender Philipp Jandura im Mannheimer Tor entschärfte Schuss um Schuss, und war er doch mal geschlagen, so brachten die Eisbären nicht nur einmal das Kunststück fertig, die Scheibe am leeren Tor vorbei zu schießen. Bei einem 8:3-Sieg gegen den Tabellenletzten ist dies natürlich verzeihbar, jedoch kann sich die mangelnde Chancenverwertung gegen einen stärkeren Gegner schnell rächen.

Von Schusspech sprach Co-Trainer Sascha Bernhardt nach dem Spiel: „Wir haben ein super Spiel abgeliefert, aber leider nicht so viele Tore geschossen wie wir es hätten tun sollen. Das hat aber nichts mit Unvermögen zu tun – wir hatten heute einfach nur Schusspech gegen einen sehr starken Goalie.“

Mad Dogs Trainer Sascha Trivunov brachte das Gesehene bei der Pressekonferenz treffend auf den Punkt: „Es ist immer wieder schön, den Eisbären Heilbronn beim Eishockeyspielen zuzuschauen.“