Eisbären

Zehn herrliche Tore gegen bissige Freiburger

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Mit einem 10:3 (3:1, 3:1, 4:1)-Sieg gegen den EHC Freiburg 1b sind die Eisbären Heilbronn am Freitag abend vor 400 Zuschauern ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht geworden.

Obwohl mit Axel Hackert, Stefan Schrimpf und dem immer noch verletzten Adrian Kolar drei wichtige Stammkräfte fehlten, spielte das Team wie aus einem Guss. „Das ist das Gute an der Tiefe, die wir im Kader haben. Auch wenn ein paar Leute fehlen, habe ich genügend Spieler, um trotzdem mit drei Reihen spielen zu können“, hatte Trainer Kai Sellers noch vor der Begegnung gesagt. Die Gäste dagegen konnten lediglich elf Feldspieler und zwei Goalies aufbieten.

Daniel Herzog im Freiburger Tor sollte an diesem Abend der meist beschäftigte Mann auf dem Eis sein. Eisbären-Manager Rainer Scholl zählte 61 Schüsse, die die spielfreudigen Gastgeber auf seinen Kasten abfeuerten. Immerhin konnten die Breisgauer dem Heilbronner Sturmlauf acht Minuten Paroli bieten, dann traf Manuel Weibler (Foto) zum 1:0. Nur etwas mehr als eine Minute später erzielte der wieder einmal in Topform spielende Sven Breiter das 2:0. Es war der wohl schönste von zehn herrlichen Treffern an diesem Abend, als die Nummer 27 der Eisbären alleine vor dem Tor stehend Herzog mit einem technischen Kunststückchen verlud und die Scheibe im Tor versenkte. Nach dem 2:0 lief die Stadionuhr gerade mal 20 Sekunden weiter, da erhöhte Benjamin Brozicek gar auf 3:0.

Doch die Freiburger ergaben sich trotz der Überlegenheit der Eisbären nicht in ihr Schicksal. Sie agierten sehr bissig in der Defensive und lauerten auf Konterchancen. Eine solche ergab sich in der 16. Minute, als die Eisbären im gegnerischen Drittel die Scheibe verloren und Benjamin Kunkler im daraus resultierenden Alleingang auf 3:1 verkürzte.

Der mittlere Spielabschnitt war dann fast ein exaktes Ebenbild der ersten 20 Minuten. Die Eisbären wirbelten und erzielten drei weitere schöne Tore durch Leontin Kreps (22.) und zweimal Sven Breiter (26, 32.), während Freiburg den Heilbronner Keeper Tobias Amon bei ihrer einzigen echten Torchance in diesem Drittel im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischten und erneut im Alleingang ihren zweiten Treffer erzielten (30., Jakob Rütschle).

Die Begegnung war beim Pausenstand von 6:2 entschieden, die Eisbären schalteten fortan einen Gang zurück, um ihre Kräfte für das heutige schwere Auswärtsspiel in Stuttgart zu schonen. Dies hinderte sie jedoch nicht daran, das Ergebnis durch Brozicek (44.) , zweimal Weibler (45., 58.) und Arno Metz (59.) zweistellig zu machen und einen 10:3-Sieg zu feiern.

Zeit zur Regeneration bleibt für die Eisbären kaum, denn um 20 Uhr steht das eben erwähnte Auswärtsspiel bei den Stuttgart Rebels an.

Die Eisbären würden sich über zahlreiche Fan-Unterstützung in der Landeshauptstadt freuen.