Eisbären vor Doppelspieltag mit zwei unterschiedlichen Herausforderungen
28. Oktober 2026 von Thomas Muth
Auf die HEC Eisbären Heilbronn wartet am kommenden Wochenende ein Doppelspieltag in der Baden-Württemberg-Liga. Am Freitag, 30. Oktober, gastieren die Heilbronner um 20 Uhr bei den Pforzheim Bisons, ehe am Sonntag, 1. November, um 18:30 Uhr die Zweibrücken Hornets in der Heilbronner Eishalle zu Gast sind. Dabei könnten die beiden Aufgaben unterschiedlicher kaum sein: Während Pforzheim nach einem durchwachsenen Saisonstart um den Anschluss an das Mittelfeld kämpft, gehört Zweibrücken auch in dieser Spielzeit wieder zu den stärkeren Mannschaften der Liga.
Den Auftakt machen am Freitag die Pforzheim Bisons, die nach fünf Spielen mit sechs Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz stehen. Der Saisonstart verlief für die Mannschaft wechselhaft. Nach einer deutlichen 5:10-Niederlage zum Auftakt in Zweibrücken folgten zwei Erfolge gegen Eppelheim (5:3) und Mannheim (6:3). Zuletzt mussten die Bisons allerdings zwei empfindliche Heimniederlagen hinnehmen. Gegen die Schwenninger Fire Wings unterlag Pforzheim mit 1:7, ehe sich am vergangenen Freitag auch der amtierende Meister Black Eagles Reutlingen mit 12:3 durchsetzte. Besonders auffällig war dabei, dass die Bisons bereits nach dem zweiten Drittel mit 0:7 zurücklagen und erst im Schlussabschnitt zu ihren drei Treffern kamen.
Der Kader der Pforzheimer wurde im Sommer umfangreich verändert und muss sich nach wie vor finden. Dass die Mannschaft durchaus über offensive Möglichkeiten verfügt, zeigte sie bei ihren beiden bisherigen Saisonsiegen. Gegen stärkere Gegner offenbarten sich dagegen insbesondere in der Defensive deutliche Probleme. Die Heilbronner kennen die Bisons zudem bereits aus der Vorbereitung, als sie beide Begegnungen deutlich mit 19:3 und 10:3 für sich entscheiden konnten. Diese Ergebnisse dürften jedoch kein Grund sein, die Gastgeber zu unterschätzen. Gerade vor eigenem Publikum wird Pforzheim versuchen, nach den jüngsten Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis zu erzielen.
Am Sonntag wartet mit den Zweibrücken Hornets eine deutlich anspruchsvollere Aufgabe. Die Mannschaft aus der Pfalz zählt seit Jahren zu den ernstzunehmenden Gegnern der Baden-Württemberg-Liga und hat auch in dieser Saison bereits ihre Qualitäten unter Beweis gestellt. Nach fünf Begegnungen stehen die Hornets mit elf Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Besonders ihre Offensive konnte bislang überzeugen: 31 erzielte Treffer unterstreichen das Angriffspotenzial der Zweibrücker.
Bereits beim Saisonauftakt gegen Pforzheim sorgten die Hornets mit einem furiosen ersten Drittel für klare Verhältnisse. Nach 20 Minuten führte Zweibrücken mit 7:0 und gewann die Begegnung schließlich mit 10:5. Auch gegen Eppelheim ließ die Mannschaft beim deutlichen 10:0-Erfolg nichts anbrennen. Beim amtierenden Meister Reutlingen mussten sich die Hornets dagegen mit 2:4 geschlagen geben. Am vergangenen Sonntag folgte ein hart umkämpfter 5:4-Heimsieg nach Penaltyschießen gegen die Mad Dogs Mannheim.
Auch personell verfügt Zweibrücken über einen gut besetzten Kader. Zu den auffälligen Offensivspielern gehören unter anderem Alex Kotasek, Simon Klemmer und Denis Majewski. Mit Tim Mäding und Philip Varga konnten zudem Neuzugänge bereits beim Saisonauftakt auf sich aufmerksam machen. Die Mannschaft von Trainer Lukas Srnka bringt damit reichlich Qualität und Erfahrung mit, um auch gegen die Spitzenteams der Liga bestehen zu können.
Wie unangenehm die Hornets werden können, haben die Heilbronner in den vergangenen Jahren mehrfach erfahren. Besonders die Begegnungen der vergangenen Saison waren von intensiven Duellen geprägt. Im Playoff-Halbfinale trafen beide Mannschaften erneut aufeinander. Zum Auftakt der Serie kämpften sich die Eisbären nach einem zwischenzeitlichen 2:4-Rückstand zurück und setzten sich schließlich mit 5:4 nach Penaltyschießen durch. Zweibrücken bewies dabei einmal mehr, dass die Mannschaft bis zum Schluss gefährlich bleibt und jederzeit in der Lage ist, eine Begegnung offen zu gestalten.
Für die HEC Eisbären gilt es nun, die beiden unterschiedlichen Herausforderungen mit der nötigen Konzentration anzugehen. Während am Freitag in Pforzheim die Favoritenrolle bestätigt werden soll, wartet am Sonntag mit Zweibrücken ein direkter Konkurrent aus der Spitzengruppe. Ziel der Heilbronner ist es, an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen, den erfolgreichen Saisonstart fortzusetzen und möglichst alle sechs Punkte aus dem Doppelspieltag mitzunehmen.


